Rund 550 Olivenbäume unterschiedlichen Alters und Sorten produzieren ein Olivenöl der Qualität „nativ extra“, also die beste Qualität. Die Bäume werden nicht bewässert und überstehen trockene Zeiten deshalb unbeschadet, wenn auch mit weniger Früchten. Ihre Wurzeln reichen tief in die Erde. Besonderen Wert legen wir darauf, dass nach ökologischen Kriterien gewirtschaftet wird und Wildpflanzen und Wildtiere einen Lebensraum haben. Deshalb lassen wir alte, abgestorbene Mandelbäume stehen, in denen der Grünspecht Höhlen gezimmert hat, die auch von Fledermäusen, Pinselschwanzbilchen, Steinkäuzchen oder anderen Höhlenbrütern genutzt werden. Zusammen mit den Mandel- und Carobbäumen bilden sie eine Mischkultur, die von bearbeitet, gepflegt und deren Früchte geerntet werden.
Wir vermarkten die Früchte des Landes über unsere Firma „Finca Foyeta de Tur S.L.“. Sie können Olivenöl an der Finca erwerben, ebenso Mandeln und Kräuter. Carlos, der Angestellte der Firma, ist sowohl für das Wohl des Tales und der Bäume als auch für das der Gäste zuständig.

Im Oktober ernten wir die Oliven. Es sind überwiegend die Sorten Arbequina, Manzanilla, Cornicabra und Blanquetta, aber auch einige Acebuche, die seltenen Wildoliven. Wenn die Hälfte der Früchte sich lila färbt, ist die Zeit reif für die Ernte. Wir arbeiten mit der Hand, kämmen die Oliven von den Ästen, sortieren die schlechten aus und fahren die Erntemenge jeden Tag zur Presse. Viele freiwillige Helfer und Freunde der Familie arbeiten hier zusammen und werden dafür mit feinstem Bio-Essen, Olivenöl und Mandeln belohnt.

Die Ernte ist ein Event, der nicht nur Endorphine, sondern auch vielfältige Fähigkeiten freisetzt: Manche Erntehelfer singen im Olivenhain, es herrscht eine entspannte und gute Stimmung. Kein Wunder, denn die Köche des Hauses geben ihr Bestes, um alle bei Laune zu halten!

Die schonende Kaltextraktion des Öls erfolgt täglich in einer Stahlmühle. Das Öl fließt direkt in große Glaskaraffen, von wo es in Stahlbehälter umgefüllt wird und drei Monate dunkel und luftdicht lagert, damit sich die Schwebestoffe absetzen können. Danach wird es in lichtgeschützte Glasflaschen abgefüllt. Bestellungen sind über info@finca-foyeta.com möglich. Hier die jährliche Qualitäts-Analyse aus dem Labor: S30C-918110715260 Analyse 2018

 

In den Blättern des Olivenbaumes befinden sich Polyphenole, die gleichen Inhaltsstoffe, wie im Olivenöl. Aus diesem Grund bieten wir ebenfalls die Blätter der jungen Schösslinge an, die wir im Juni ernten, reinigen und schonend trocknen. Der Aufguss darf bis zu 15 Minuten ziehen oder man kocht die Blätter kurz auf und lässt sie weitere 10 Minuten stehen. Was zunächst petrolgrün aussieht, wandelt sich nach einiger Zeit in ein oranges Rostrot. Der Tee schmeckt nussig leicht und überhaupt nicht bitter, wie man vielleicht denken könnte.

Bei den Mandelbäumen handelt es sich um einheimische, also spanische Sorten. Wir möchten keine kalifornischen Sorten anbauen, die viel Wasser brauchen, groß und schwer sind, aber keinen Geschmack haben. Während diese Mandeln viel Wasser einlagern und prall wirken, sind die kleineren Früchte unserer alten Sorten mit aromatischen Mandelölen gefüllt und schmecken süß. Die Bäume überleben auch längere Trockenzeiten ohne Bewässerung.

Wir ernten unsere Mandeln ab Mitte August morgens früh und abends, wenn die Hitze nicht so groß ist. Mit Schilfstangen klopfen wir sie von den Bäumen in die ausgebreiteten Netze und befreien sie per Hand von der dünnen, trockenen Außenhaut. Das alles wird ebenfalls per Hand gemacht. Dann trocknen wir sie in der schattigen Wärme. Erst wenn sie beim Schütteln wie eine Rassel klingen, sind sie trocken und können in Säcke abgefüllt werden. Mit der harten Schale kann man sie mehr als zwei Jahre ohne Qualitätsverlust lagern.